Tanzen ist immer noch eine gesellschaftliche Angelegenheit und hier und da gibt es schon Gelegenheiten, wo man wenigstens ein bisschen tanzen können sollte. Auf Hochzeiten wird jeder einmal eingeladen und da sollte getanzt werden – und wie peinlich ist es, wenn man zu einem ganz normalen Standardtanz aufgefordert wird und beherrscht diesen nicht? Früher hatten Damen Angst, Männer könnten ihnen auf die Füße treten. Inzwischen beherrschen aber auch viele Frauen die Standardtänze nicht mehr, wodurch wieder ein ausgewogenes Verhältnis entstanden ist.
In jeder Stadt werden Tanzkurse in Tanzschulen angeboten und welchen Tanz man lernen möchte, kann man individuell entscheiden. Die Standardtänze, die man für gesellschaftliche Anlässe beherrschen sollte, sind immer noch der klassische Walzer und der Foxtrott. Wer lateinamerikanische Tänze erlernen möchte, sollte zunächst die Standardtänze beherrschen, auch und vor allem um ein Gefühl für den Rhythmus und die Bewegung zu bekommen und es vor allem erst einmal langsam anzugehen. Lateinamerikanische Tänze sprudeln vor Energie und entwickeln eine Eigendynamik, die zwar durchaus zur Basis die gewissen Schritte haben, jedoch muss man die Musik fühlen können, ein Gefühl für den Rhythmus haben und sich von der Leidenschaft der Musik tragen lassen können.
Tango ist noch immer ein Tanz, der süchtig macht, aber Tango sollten nur Menschen miteinander tanzen, die Gefühle füreinander empfinden, denn der Tango lebt von der Liebe, der Leidenschaft, dem Begehren des Tanzpartners und keinesfalls nur vom Rhythmus und der Musik. Tango wird mit Leidenschaft getanzt und erlaubt viel Kreativität. Sich fallen lassen zu können in die Führung durch den Mann ist für Damen in diesem Tanz sehr wichtig, führen zu wollen und aufzufangen ist die männliche Rolle beim Tango.



